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Calheta
Südwesten
Calheta
ist Verwaltungszentrum des Südwestens. Früher befand
sich hier das bedeutendste Zuckeranbaugebiet. Der
Inselentdecker Zarco überschrieb seinem Sohn und seiner
Tochter große Ländereien, um hier Zuckerrohr
anzubauen. Schon 1502 erhielt Calheta die Stadtrechte
und das Zollrecht, das Steuereinnahmen auf den
exportierten Zucker ermöglichte. Aus dem 20.
Jahrhundert stammen die beiden Zuckermühlen, von denen
eine noch heute arbeitet. Hier wird aber nicht mehr
Zucker hergestellt, sondern der Aguardente
(Zuckerrohrschnaps). Im April, wenn der Zuckerrohr
geerntet wird, ist die Besichtigung dieser Zuckermühle
ein besonderes Erlebnis.
Hübsch
ist die Pfarrkirche des Ortes. Besonders wertvoll die
hispano-maurische Decke des Chores aus manuelinischer
Zeit.
Oberhalb
von Calheta, in Estreito da Calheta, ist die Capela dos
Reis Magos zu besichtigen. Eine fast unverändert
erhaltene Kapelle aus manuelinischer Zeit (16.
Jahrhundert), die von der Familie Gouveia erbaut wurde.
Deren Familienwappen ist über dem Eingangsportal
angebracht.
Heute
ist Calheta ein kleiner lebendiger Ort, dessen besondere
Attraktion der Badestrand ist. Im Sommer 2004 soll der
Umbau des Hafens und die Neuanlage eines Bade- und
Sandstrandes - einmalig auf Madeira - vollendet sein.
Dann wird hier reges maritimes Leben herrschen.
Hier
und auch im Ort gibt es viele nette und typisch
madeirensische Restaurants - an der Küste verschiedene
Fischrestaurants.
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