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Süden
Die
Hauptstadt und das Zentrum der Insel. Hier lebt etwa die
Hälfte der Bevölkerung. Funchal
heißt "Fenchel" - und als versucht wurde, das
Fenchelgebüsch durch Brandrodung urbar zu machen, da
brannte das Feuer unkontrolliert und sieben Jahre soll
es gewütet haben - daher zog Zarco, der
Inselentdecker, Camara de Lobos als Wohnsitz
zunächst vor. 1425
übersiedelte er dann und erklärte Funchal zur
Hauptstadt. Die Stadt erwarb sich zunächst mit
Zuckerhandel, dann mit Weinhandel hohen Wohlstand,
Zeugen dieses Reichtums sind die prächtigen Kirchen,
die Stadtpaläste und repräsentativen Bauten aus dieser
Zeit.
Heute
strahlt die Stadt eine quirlige Lebendigkeit aus, in den
kleinen Gassen der Altstadt eröffneten viele schicke
Geschäfte, moderne Restaurants und Cafés liegen neben
traditionellen Gasthäusern - das Stadtbild aber wird
geprägt vom großen Hafen und den vielen Gärten und
Parks.
Bei
einem Besuch sollte man auf jeden Fall den Markt
besuchen, der täglich stattfindet. Ihm angegliedert ist
ein Fischmarkt, wo es vormittags besonders lebhaft
zugeht.
Die
Sé - der Bischhofssitz - wurde 1493 in Auftrag gegeben,
1514 wurde sie eingeweiht. Aus der manuelinischen Zeit
stammen das Retabel des Hochaltares, das geschnitzte
Chorgestühl und die Decke im Mudejar-Stil.
Die
Quinta das Cruzes beherbergt heute ein Museum, das
verschiedene Sammlungen - auch die der
Zuckerkistenmöbel - zeigt. Die Zuckerkisten wurden aus
Edelhölzern gezimmert und findige Schreiner bedienten
sich, um hieraus Möbel zu fertigen. Besonders schön
und nur ein Beispiel für viele Privatgärten, ist der
Garten der Quinta.
Hervorzuheben ist noch der Botanische Garten Funchals,
auch weil man von hier aus einen großartigen Blick
über die Stadt zum Meer hat.
Ein
weniger höher noch liegt Blandy's Garden, noch heute in
Privatbesitz und nur vormittags zu besichtigen. In den
Wintermonaten entfaltet hier die Kamelienallee ihre
ganze Pracht.
Im
heutigen Funchal kann man bummeln, shoppen gehen oder
die verschiedenen Museen und Kirchen besichtigen -
anschließend laden viele Restaurants und Cafés zum
Genießen ein. Auf jeden Fall aber sollte man ein
Gläschen Madeira in der Winecompany probieren - hier
wird auch die Herstellung erläutert.
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